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Weinmanufaktur

Was im Schiff der Maschinenraum, im Auto der Motor und im Fußball der Spielmacher, das ist beim Weingut Schmitt-Weber die Weinmanufaktur. Unscheinbar von außen, ein Erlebnis im Innern. Dieser Keller verwöhnt die Sinne. Hier können Weinfreunde sehen, hören, tasten, schmecken, riechen - und staunen.

Nach der Arbeit im Weinberg ist die Hauptaufgabe des Winzers in der Manufaktur (von lateinisch "Hand" und "machen"), die Weine zu verkosten und zu testen, ob die Entwicklung nach Wunsch verläuft. Mit viel Akribie. Meist täglich. 

Der Rest passiert von selbst: Hier wird aus natürlichem Zucker Alkohol. Als Nebenprodukt bilden sich Hefe und Kohlendioxid. Das Gas entweicht aus den Gär-Fässern - und sorgt für ein regelrechtes Konzert der einzelnen Fässer. Blub. Plöp. Blob. "Es klingt für den Winzer wie Musik", sagt Winzer Thomas Schmitt, "Musik als Lohn für die Arbeit und den Schweiß des letzten Jahres." Blub. Plöp. Blob. 

Von September bis Dezember verläuft in der Weinmanufaktur, dem begehbaren Weinkeller, die alkoholische Gärung. Im Februar filtriert der Kellermeister den Wein und füllt ihn aus den Edelstahl-Fässern ab. "Dann duftet die Weinmanufaktur wie ein großer Strauß frischer Blumen", sagt Tanja Schmitt. Mhm.

Ab März kehrt wieder Ruhe ein. Dann wartet der Weinkeller auf den nächsten Jahrgang.

Das Herz des Weinguts schlägt im Keller unter dem Flaschenlager. Die Weinmanufaktur ist exklusiv und einzigartig gestaltet, gliedert sich in drei verschiedene Fass-Keller-Räume.

1. Der "Silberne Keller"

Den meisten Platz nimmt der "Silberne Keller" in Anspruch. Hier werden die Klassiker in Edelstahl-Fässern vergoren. So erhalten die fruchtigen Sommerweine bestmöglich ihre Frische.

Alle Edelstahl-Fässer sind mit modernster Keller-Technik ausgestattet. Die Temperatur wird digital über Laptop und Handy gesteuert. So können die Weine kontrolliert reifen und zum richtigen Zeitpunkt abgefüllt werden.

2. Der Lagenkeller

Der Lagenkeller fällt als erster ins Auge. Dafür sorgt die gläserne Sicht aus dem eigentlichen Flaschenlager. Im Lagenkeller selbst gibt die Zahl Vier den Ton an. Man muss wissen: Das Weingut besitzt in vier verschiedenen Weinbergs-Lagen Weinberge: im Sehndorfer Marienberg, Sehndorfer Klosterberg, Perler St. Quirinusberg sowie im Perler Hasenberg. 

Deshalb stehen im Lagenkeller vier große Seguin-Moreau Eichenholzfässer. Hier wird der Lagenwein mindestens sechs Monate ausgebaut. 

Im Lagenkeller hat der Winzer auch seine Schatzkammer versteckt. Die Schätze lagern in einem Weinregal, in dem symbolisch vier Weinreben ihren Wildwuchs entfalten können. In ihren Verzweigungen findet das geschulte Auge Weine bis zurück in die 1960er Jahre, hauptsächlich Süßweine aus den ersten Jahrgängen des neuen Jahrtausends (Beeren-, Trockenbeerenauslesen, Eisweine) sowie alle (!) bisher erzeugten 1725er Jahrgänge. Die Schatzkammer, eine Rarität.

3. Der "Güldene Keller"

Der "Güldene Keller" ist die Heimat der Premium-Weine 1725 (die urkundliche Ersterwähnung des Weinguts). Der Kellermeister lässt seinem Top-Wein in den Holzfässern ein ganzes Jahr Zeit zum Ausreifen. 

Je nach Lichteinfall bietet dieser Keller "goldene" Momente für die Freunde eines ausgezeichneten Weins. 

Neben dem Fass-Lager steht im Premium-Keller auch eine Präsentationstheke. Hier besteht die Möglichkeit zu kleineren Weinverkostungen der 1725er Serie in einem einzigartigen Ambiente.