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Der Winzer

Der Winzer, der auch Kellerchef, Weinbauer oder Weinleser genannt wird - ohne ihn geht nichts. Grund genug, ihn zu Wort kommen zu lassen.

Lieber Thomas Schmitt, warum haben Sie sich für Weinbau entschieden? 

"Es ist mir in die Wiege gelegt worden. Mein Vater Werner und mein Opa Martin haben schon Wein angebaut. Ich musste deshalb schon als Kind mit anpacken. Was mir damals manchmal etwas lästig vorkam, hat in mir drin aber Eindruck hinterlassen. Ich habe schon sehr früh entdecken können, wie besonders es ist, mit der Natur im Einklang zu leben - und mit ihr zu arbeiten. Das hält bis heute an"

Woher kommt die Begeisterung ausgerechnet für diesen Exotenberuf?

"Wenn man gefragt wird: 'Wie war Dein Jahr, was hast Du geleistet?', dann gibt es nur wenige Berufe, bei denen man so überzeugend mit einem Glas von seinem eigenen Wein antworten kann. Man kann ihn probieren, schmecken, riechen und beurteilen. Und das nicht nur in dem einen Moment, sondern noch nach Jahren." 

Was ist heute anders als im Jahr 1725 – schon damals wuchsen die Trauben ja am Rebstock?

"Damals hatten die Bauern ein anderes Verständnis vom Wein machen. Vor allem hatten sie keine Technik, mit der man Einfluss nehmen konnte auf Gärung und Filtration. Sie haben nur mit dem Faktor Zeit gearbeitet. So gesehen befinden wir uns heute wieder auf ihren Spuren. Wir nehmen uns heute auch wieder Zeit - nämlich für unsere Premium-Weine. Wir lassen sie mit ihren natureigenen Hefen vergären. Ein ganzes Jahr lang." 

Was versteht man unter der Handschrift eines Winzers? Und wie ist Ihre? 

"Es gibt einen Spruch, den wir uns auf die Fahne geschrieben haben: Die Pflege der Tradition ist unser Ansporn für die Zukunft. In unserer Familie wird seit rund 300 Jahren Wein angebaut. Natürlich hatten meine Vorfahren ihre eigene Art und Weise, Wein zu produzieren. Das macht es aus: Die Weine müssen unverwechselbar dem Winzer zuzuschreiben sein. Weine mit Charakter und Ausdrucksstärke. Ich habe die Handschrift meiner Vorfahren weiter entwickelt. Am besten probieren Sie selbst."

Was macht einen guten Wein aus? 

"Das Geheimnis, einen guten Wein zu machen, liegt in einem akribischen Qualitätsmanagement im Weinberg und einem kontrolliertem Nichtstun im Keller. Das Ergebnis muss ein Wein sein, der in einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis steht."

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